Beratung
Beratung beim Wareneinkauf auf internationalen Fellauktionen und Versteigerungen
Seit vielen Jahren bin ich auf internationalen Fellauktionen Käufer.
Dazu gehören:
- Kopenhagen Fur in Kopenhagen, Dänemark
- SAGA Furs in Helsinki, Finnland
- Fur Harvesters in North Bay, Kanada
- NAFA in Toronto, Kanada
- Sojuzpushnina in St. Petersburg, Russland
Auktionshäuser für Felle gibt es heute nur noch im Ausland auf internationaler Ebene. Die absolute Mehrzahl der deutschen Kürschner erstehen keine Rohware auf den Auktionen, sondern beziehen bereits veredelte bzw. gegerbte Ware von Zwischenhändlern/Großhändlern.
Während es, wenn auch in abnehmender Zahl, wenige andere deutsche Käufer auf den Auktionen auftreten, bin ich jedoch in den letzten Jahren einer der wenigen deutschen Käufer, der gleichzeitig auch nicht nur als Händler, sondern auch als Kürschner ausgebildet ist. Das erlaubt mir einen einzigartigen Blick auf die Eignung verschiedener Materialien für verschiedene Produkte und Projekte.
Der "normale" Käufer auf den weltweiten Fellauktionen konzentriert sich auf die Rohware ( Rohware = noch nicht gegerbte Felle), hat aber wenig bis gar kein Fachwissen von der später folgenden Verarbeitung bzw. der späteren Verwendung der Felle. Die Käufer der auf den Auktionen ersteigerten Felle, dann meistens im gegerbten Zustand, wissen wiederum meistens nur sehr wenig über die Rohware an sich Bescheid. Dieses kann dann zu Problemen bei der Veredlung (gerben der Rohfelle) führen, was dann auch schnell finanzielle folgen haben kann. Eine falsche Gerbung, in einer dafür nicht geeigneten Gerberei, kann fatale und teure folgen haben.
Beratung und Unterstützung bei Zollfragen
Auch wenn eine Großzahl an Pelzen keinen handelsrechtlichen Begrenzungen unterliegt, gibt es gerade beim ein- oder ausführen von Naturprodukten wie Pelzen komplizierte Zollverfahren, vor allem an kontinentalen Außengrenzen (EU, Nordamerika, Russland).
Während meiner Selbstständigkeit habe ich Ware auf der ganzen Welt eingekauft und nach Deutschland importiert. Die in Kiel gefertigten Produkte sind dann wieder an Kunden in der ganzen Welt exportiert worden. Ausfuhren nach Nordamerika sowie Einfuhren aus Russland können sehr komplex sein, doch meine jahrelangen Erfahrungswerte erlauben es mir, in diesem Bereich beratend tätig zu sein.
In einigen Fällen ist Ware nur begrenzt handelbar, zum Beispiel ist bei Luchs, Eisbär, Polarfuchs, etc, nach dem Washingtoner Artenschutzabkommen eine CITES Bescheinigung für den Handel eine verpflichtende Notwendigkeit. Die Beantragung einer solchen Bescheinigung bei den entsprechenden Behörden ist ebenfalls ein langer und komplexer Prozess, den ich aber auch schon mehrfach begleitet und durchgeführt habe. Auch hier kann ich Unternehmen als Berater mit meiner Expertise zur Seite stehen.
Beratung von internationalen Textilproduzenten (DOB und HAKA) in Bezug auf Nachhaltigkeit und Herkunft der Felle
.... und Handelsunternehmen in Bezug auf Artenschutz, Nachhaltigkeit, Herkunft von Pelzen, etc. Es besteht meiner Meinung nach ein steigender Bedarf an Fachgerechter Beratung auf diesem Gebiet. Wie schon an anderer Stelle erwähnt, leidet die weltweite Pelzbranche stark unter Unwissenheit und Unsicherheit der Verbraucher in Bezug auf die Herkunft und Haltung der Tiere. Ein weiterer Aspekt bei der Wildware ist, wo meistens die Nachhaltigkeit absolut gegeben ist, auch die Herkunft der Ware und die jeweils verwendete Jagdmethode (z.B. Tellereisenverordnung)
Beratung bei Untersuchungen auf gerbungstechnische Belastungen im Pelz
Die Pelzbranche, insbesondere die Gerbereien und Zurichtereien, müssen wie jedes andere Gewerbe auch, welches chemische Hilfsstoffe verwendet, strenge Umweltauflagen und die Gesundheit der späteren Kunden beachten.
Bestimmte Substanzen die während der Pelzgerbung (oder auch der Gerbung von Leder) im fertigen Produkt später nicht mehr vorhanden sein, bzw. nur in sehr geringen Mengen, das bestenfalls die gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte so weit wie möglich unterschritten werden.sein. Beispiele sind:
Oft will und muss ein Produzent oder Händler wissen, welche Substanzen in den von ihm verarbeiteten Pelzmaterialien verwendet wurden. Grundsätzlich möchte ich erwähnen, dass bei den meisten europäischen und amerikanischen Gerbereien gegerbte Leder- und Pelzprodukte, keine erhöhten Schadstoffkonzentrationen zu erwarten sind. In aller Regel werden die gelten Gesetze (Höchstwerte) eingehalten bzw. meistens auch deutlich unterschritten. Vorsicht ist m.E. bei asiatischen und den ehemaligen Ländern der Sowjetunion geboten.
Wir arbeiten mit akkreditierten Laboren zusammen, und können Pelze die aus der Gerbung gekommen sind, auf Schadstoffe untersuchen lassen.
Bei Pelzen sind meiner Ansicht nach nachfolgende Substanzen bei der Gerbung vorrangig zu beachten:
Chrome VI - Oxid
Ein großes Problem stellt Chrome VI dar im Gegensatz zu Chrom III. Immer wieder ist zu hören, dass erhöhte Chromewerte in Leder oder Pelzbekleidung gefunden wurden. Dieses sollte heute nicht mehr vorkommen, da Chrome VI schon längere Zeit in Bekleidungsmaterialien verboten ist. Chrome VI ist gesundheitsschädlich und kann bei Fehlern in der Pelzgerbung enstehen. Chrome VI kann Allergienauslösen und steht im Verdacht Krebs auslösen zu können.
Irrtümlicherweise wird aber oft Chrome VI mit Chrome III verwechselt. Chrome III ist völlig unbedenklich, und wird in vielen Gerbprozessen heutzutage verwendet.
Chrome III ist ein Spurenelement und kommt in vielen Nahrungsmittel vor und erfüllt im menschlichen Körper viele verschiedene Funktionen.
Formaldehyd
Formaldehyd ist gesundheitsschädlich. Es kann die Schleimhäute reizen wenn es eingeatmet wird, und kann Krebs im Nasenrachenraum auslösen. Die schädliche Wirkung von Formaldehyd ist abhängig von der Konzentration.
Aldehyd-Gerbstoffe werden meist in Kombination mit synthetischen Gerbstoffen eingesetzt. Die meisten heute hergestellten Autositzleder werden mit Aldehyd Gerbstoffen hergestellt.Lammfelle werden oft als als "medizinische Gerbung" angeboten. Auch hier handelt es sich meistens um eine Aldehyd Gerbung.
PCP (Pentachlorphenol)
PCP ist ein Konservierungsmittel, welches teilweise immer noch verwendet wird, z.B. in Tropengebieten. In Europa oder in anderen westlichen Staaten sollte es aber eigentlich nicht mehr vorkommen. PCP ist ein chlorierter aromatischer Kohlenwasserstoff bzw. ein Phenol-Derivat.
PCP wurde klassischerweise in der Textil- und Lederindustrie als Bläueschutz für Holz und in der Lederindustrie als Imprägniermittel verwendet. Es ist teilweise in Textilien aus Naturmaterialien und in Druckfarben nachweisbar.
Azofarbstoffe
Zahlenmäßig sind Azofarbstoffe die größte Gruppe der synthetischen
Farbstoffe. Auf Grund der vielfältigen Kupplungsmöglickeiten mit verschiedenen Farbstoffen ist diese Farbstoffgruppe im gesamten Farbstoffbereich vertreten.